25. August 2013

Musik kann Leben verändern

„Die Beatles hatten ‚Apple‘, den Apfel, als Markenzeichen – ich habe mir dagegen ‚Pear‘, die Birne, genommen“, sagt Ralf-Axel Krause, „denn Musik in der Birne zu haben ist gut!“
Pear Music ist seine Musikschule mit eigenem kleinen Tonstudio an der Ostlandstraße 76. „Ich unterrichte Bass, Gitarre, Piano und Schlagzeug sowie Musiktheorie“, fasst Krause zusammen. Er ist in dem Jahr geboren, als die Beatles „Any Time At All“ veröffentlichten, nämlich 1964. Acht Jahre später hörte er dieses Lied im Fernsehen und es entfachte seine Musikleidenschaft. „Ich habe mit Gitarre angefangen und mir die ersten Griffe beigebracht und mit Freunden eine Band gegründet“, erinnert er sich. Seitdem hat den Diplom-Pädagogen Zeit seines Lebens das Musizieren in verschiedenen Bands verschiedener Stilrichtungen von Metal bis Jazz begleitet.

Seine Schüler sind zurzeit im Alter von zehn bis 72 Jahren. Eine besonders talentierte Pianistin ist sogar erst acht. Egal welches Alter, für Krause gehört zum Musizieren auch ein theoretisches Fundament. „Ich fange an mit der Frage, was ist Ton“, erklärt er. Weiter geht es mit Tonleitern und Akkorden, der Basis der klassischen Harmonielehre. Mit Hilfe eines Studio-Programmes können dann die Schüler die Griffe und gleichzeitig die dazu gehörenden Noten lernen.

„Musik bringt durch seine Rhythmik das Gehirn in Takt und fördert durch die Harmonien und das Zusammenspiel auch die soziale Kompetenz“, erläutert Krause, der seit 2005 in Wahlstedt lebt. Deshalb gibt der gebürtige Berliner auch Musikunterricht als Hilfe bei Legasthenie und bei neurologischen Störungen. Menschen mit Lese-Rechtschreibschwäche haben Schwierigkeiten mit dem Rhythmus, weshalb Musik und vor allem der von einem Metronom vorgegebene Takt in diesem Punkt eine Unterstützung für die Betroffenen sein kann.
Beispielsweise bei Depressionen aber auch Parkinson kann das Musizieren die neurologischen Störungen dämpfen und die Feinmotorik verbessern und damit zu einer positiveren Grundeinstellung führen. Außerdem setzt die Beschäftigung mit Tönen und Tonleitern kognitive Denkprozesse in Gang.

Wer Interesse daran hat, seine musikalischen Fähigkeiten zu entdecken oder auszubauen, kann sich zu einer Probestunde anmelden.

(nord-express, 21.08.2013)


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